
Das Faszinierende an erfolgreichen Mikrofinanzinstituten ist:
Entwickelt haben solche Angebote seit über 150 Jahren Kreditgenossenschaften sowie seit den 80er Jahren Mikrofinanzinstitute in wirtschaftlich schwächeren Weltregionen, die einer breiteren Öffentlichkeit durch die Verleihung des Friedensnobelpreises an Muhammad Yunus bekannt wurden.
Kreditvergaben, die nur auf der Basis von Geschäftsplänen erfolgen, sind in der Regel deutlich aufwändiger und auch riskanter als die erfolgreichen Mikrokredit-Methoden:
Stufenkredite: Ein Kleinstbetrag von z.B. 2.000 Euro kann in jedem Fall zurückgezahlt werden – und sei es in kleinsten Raten. Für die Kreditentscheidung ist darum eine verlässliche Einschätzung der Rückzahlungsmotivation ausreichend, ohne umfangreiche Dokumente. Im Erfolgsfall kann danach eine Kreditbiografie mit Beträgen bis zu 20.000 Euro aufgebaut werden.
Monitoring: Per E-Mail müssen die Kreditnehmerinnen und Kreditnehmer mancher Mikrofinanzinstitute monatlich drei Fragen zu ihrer Situation beantworten, die automatisch ausgewertet werden. Noch bevor eine Rate platzt, kann das Mikrofinanzinstitut auf dieser Basis persönlich und rechtzeitig intervenieren.
Soziale Lending: Ähnlich einer klassischen Dorfbank kann das Mikrofinanzinstitut einen persönlichen Bezug zu den Kreditnehmerinnen und Kreditnehmern sowie deren Umfeld aufbauen, z.B. durch die Konzentration auf einen Straßenzug, eine MigrantInnengruppe oder Mitglieder einer Genossenschaft.
Ansparen: Durch monatliche Ansparraten können sich Unternehmen einen Kreditanspruch erarbeiten. Von dem angesparten Guthaben kann zunächst das Dreifache, später das bis zu zehnfache als Kredit aufgenommen werden.